Schulprogramm der Grundschule Ahlerstedt
1. Präambel
Die Gesamtkonferenz vom 17. Juli 2007 beschließt das vorliegende Schulprogramm als verbindliche Grundlage der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Grundschule Ahlerstedt.
Unsere Schule
Die Grundschule Ahlerstedt ist eine von vier Grundschulen im Bereich der Samtgemeinde Harsefeld. Sie besteht als eigenständige Grundschule seit dem Schuljahr 1975/76, als die damalige
Mittelpunktschule aufgelöst wurde.
Unsere Schule ist durchgängig dreizügig und wird von ca. 250 Schülerinnen und Schülern besucht. Dies wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren so bleiben. Bis auf wenige Ausnahmen sind diese
Kinder deutschsprachig und in der näheren Umgebung aufgewachsen.
Geleitet wird unsere Schule von Monika Hanschen als Schulleiterin und Juliane Wilke als Konrektorin. Unterrichtet werden die Kinder von insgesamt elf Lehrerinnen und einem Lehrer. Die Zusammensetzung
des Kollegiums ist so ausgerichtet, dass mindestens zwei Lehrkräfte in einem Unterrichtsfach als Hauptfach ausgebildet wurden. Regelmäßig befinden sich ein oder zwei LehreranwärterInnen bei uns in
der Ausbildung. Ergänzt wird dieses Team von drei pädagogischen Mitarbeiterinnen, die für Vertretungsstunden bei Lehrerausfällen und die Betreuungszeiten zuständig sind. Frau Marlies Heinrichs als
Schulsekretärin und unser Hausmeister Günter Diekmann machen unser Team komplett.
Mit Beginn des Schuljahres 2003/04 arbeitet unsere Grundschule als "Verlässliche Grundschule", d. h. sie stellt für alle Schülerinnen und Schüler ein täglich mindestens fünf Zeitstunden umfassendes
Schulangebot sicher.
Unsere Schule ist am Ortsausgang von Ahlerstedt in Richtung Zeven zu finden. Es ist ein großer Gebäudekomplex, da die Schule "Am Auetal" (Haupt- und Realschule) unmittelbar angrenzt. Dieser Komplex
wird ergänzt durch zwei Turnhallen und eine Schwimmhalle sowie einen großen Sportplatz mit leichtathletischem Bereich.
Der separate Eingang des Grundschulbereiches ist mit einem auffälligen, auf blauen Bleistiften gestützten Vordach versehen und die sichtbare Seitenfront schmücken pastellfarbene geometrische Zeichen.
Ein Schulhof mit angrenzendem Sportplatz bietet unseren Schülerinnen und Schülern viele Bewegungsmöglichkeiten in insgesamt drei Hofpausen. Neben dem typischen Bolzen auf dem Fußballplatz sind das
große Piratenschiff, Klettergeräte innerhalb einer Sandkiste oder aber das einfache "Relaxen" im "Grünen Klassenzimmer" (halbierte Baumstämme als Sitzgelegenheit) bei den Kindern angesagt.
Das Einzugsgebiet für unsere Schule umfasst noch weitere acht Dörfer. So werden die in Wangersen, Bokel, Klethen, Kohlenhausen, Ottendorf, Oersdorf, Ahrensmoor oder Ahrenswohlde wohnenden Kinder
täglich mit Bussen zum Unterricht gefahren.
Die meisten unserer Schülerinnen und Schüler haben vor der Einschulung den orts- ansässigen Kindergarten oder einen von drei Spielkreisen in unmittelbarer Um-gebung besucht. Als weiterführende Schule
ist neben dem Schulzentrum auch das neu gebaute Gymnasium in Harsefeld problemlos zu erreichen.
Unser Leitbild
Wir sind eine Schule, in der die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt der Bemühungen stehen.
Wir legen Wert auf gegenseitigen Respekt, Toleranz und einen vertrauensvollen Umgangston.
Wir fordern unsere guten Schülerinnen und Schüler und fördern die schwächeren.
Wir leiten die Schülerinnen und Schüler systematisch zu selbstständigem Lernen an.
Wir sind eine Schule, in der die Lehrkräfte offen über pädagogische Fragen diskutieren.
2. Bestandsaufnahme
Unterrichtsprinzipien/Unterrichtsorganisation
Unsere Grundschule bietet einen Zeitrahmen von 7.50 Uhr bis 12.45 Uhr.
Die Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen haben von 7.50 Uhr bis 11.45 Uhr Unterricht und können danach freiwillig - aber bei Anmeldung dann für ein Schulhalbjahr verpflichtend - an der
Betreuung mittags von 11.45 Uhr bis 12.45 Uhr teilnehmen. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen in den Betreuungsgruppen bieten künstlerische, sportliche und musische Angebote bzw. Aktivitäten an, die
von den Kindern gerne angenommen werden.
Die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen haben an drei Tagen von der ersten bis zur vierten Stunde Unterricht und können anschließend die Betreuung bis 12.45 Uhr in Anspruch nehmen. Montags
und dienstags sind fünf Stunden Unterricht.
Die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen haben jeden Tag fünf Stunden Unterricht. Zusätzlich werden einmal wöchentlich Arbeitsge- meinschaften angeboten.
Bei Unterrichtsausfall wird der Vertretungsunterricht von zwei pädagogischen Mitarbeiterinnen erteilt. Die enge Zusammenarbeit mit dem Kollegium ist hier- bei von besonderer Bedeutung. Bei
vorhersehbarem Fehlen wird den pädagogischen Mitarbeiterinnen von der zu vertretenden Lehrkraft ein Einblick in den Unterrichtsstoff gewährt, damit für eine sinnvolle Weiterarbeit am Lehrstoff
gesorgt ist. Für unvorhersehbares Fehlen liegt für jede Klasse eine sog. Vertretungsmappe bereit, mit deren Hilfe die betroffenen Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden können.
Jede Klassenstufe hat pro Woche je eine Förderstunde im Fach Deutsch und Mathe- matik. Nach Möglichkeit werden die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Jahrgänge in Leistungsgruppen aufgeteilt und
in einem "Förderband" klassenübergreifend unterrichtet. Die unterrichtenden Lehrkräfte treffen sich regelmäßig, um sich über Inhalte und den Förderbedarf einzelner Kinder auszutauschen. Die
Einteilung der Fördergruppen erfolgt nach dem Prinzip der "Durchlässigkeit".
Eine Klasse unserer Grundschule wird über vier Jahre, also die gesamte Grundschulzeit, von einer Lehrkraft als KlassenlehrerIn geführt. Bereits ab Klasse 1 unterrichten aber mindestens zwei
Lehrkräfte in einer Klasse. Ab Klasse 3 werden die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht von mindestens zwei Lehrkräften erteilt, damit die weitere Lernentwicklung der Schülerinnen und
Schüler nicht nur von einer Person beobachtet bzw. begleitet wird.
An unserer Grundschule arbeiten die Lehrkräfte nicht nach einem einheitlichen Unterrichtsprinzip, sondern sie gestalten ihren Unterricht individuell. Das hat den Vorteil, dass zum einen ein jeder
nach seinen persönlichen Neigungen, Stärken und Interessen den Unterricht planen und durchführen kann, dass der Unterricht zum anderen aber auch auf die jeweilige Lerngruppe genau abgestimmt ist.
Diese "Methodenvielfalt" bringt es mit sich, dass die Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Grundschulzeit verschiedene Arten von Unterricht kennen lernen, sich darauf einstellen können und eine
gewisse "Methodenkompetenz" entwickeln, die sich auf ihre weitere Schullaufbahn nur positiv auswirken kann. Trotz oder gerade wegen der individuellen Unterrichtsgestaltung der Lehrkräfte findet im
Kollegium ein reger Austausch von Erfahrungen und Materialien statt.
Grundlage des Schreibunterrichts ist an unserer Schule seit geraumer Zeit die Vereinfachte Ausgangsschrift (VA). Im ersten Schuljahr beginnen wir den Lese- und Schreiblehrgang mit der Druckschrift
und führen die Schülerinnen und Schüler danach an die Schreibschrift heran. Diese ist einfach gestaltet und erleichtert damit den Schreiblernprozess. Die Buchstaben haben klare Grundformen und
verzichten auf unnötige Elemente, wie z. B. schmückende Schnörkel und häufige Drehrich-tungswechsel. Dadurch sind sie denen der Druckschrift ähnlich und müssen nicht mehr mühsam neu erlernt werden.
Außerdem werden die Buchstaben mit immer der gleichen Verbindung an demselben Punkt wie Bausteine aneinandergereiht. Dies erleichtert den Schülerinnen und Schülern die Übersicht und fördert das
Schreibtempo und die Lesbarkeit. All diese Vereinfachungen führen nach unserer Einschätzung dazu, dass die Kinder die Buchstaben der Vereinfachten Ausgangsschrift schneller erfassen, besser behalten
und rascher automatisieren als die der Lateinischen Ausgangsschrift.
Neben anderen Medien nimmt das Schulbuch auch heute noch eine wichtige Stellung im Unterricht ein. Für Schülerinnen und Schüler sind Informationen schnell und vor allen Dingen technisch unkompliziert
verfügbar. An unserer Schule arbeiten wir in den Fächern Deutsch und Mathematik mit einheitlichen Lehrwerken, die didaktisch aufeinander aufbauen. So verfügen die Schülerinnen und Schüler eines jeden
Jahrgangs über ein gemeinsames Grundwissen, auf das die Lehrkräfte im jeweils nächsthöheren Schuljahr zurückgreifen können.
Unsere Grundschule verfügt über eine gerade neu eingerichtete Küche, die insbesondere von der Koch-AG genutzt wird. Des Weiteren besteht eine Vereinbarung mit der Schule Am Auetal über die gemeinsame
Nutzung des dortigen Computerraumes, den wir teilweise mit ausgestattet haben.
Besondere Angebote
Neben den verlässlichen Unterrichtszeiten während des Schulvormittages hält unsere Grundschule auch einige besondere Angebote vor:
Im Jahre 2002 wurde in Ahlerstedt eine zweite Sporthalle eingeweiht. Seitdem steht unserer Grundschule die alte Turnhalle zur alleinigen Nutzung zur Verfügung. So können - sofern es der Stundenplan
zulässt - alle Jahrgangsstufen die ganze Halle nutzen. Direkt neben der Turnhalle befindet sich ein Schwimmbad. Das Becken ist zwar recht klein, für den Anfängerbereich aber ideal. Von den Herbst-
bis zu den Osterferien ist das Hallenbad geöffnet. Der Schwimmunterricht beginnt in der zweiten Klasse. So gelingt es uns fast immer - auch mit häuslicher Unterstützung - alle Schülerinnen und
Schüler zu Schwimmern auszubilden. Eine Eislaufhalle befindet sich im nahegelegenen Harsefeld. Einmal im Winter fahren alle Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen gemeinsam dorthin,
um auch diesen Sport einmal auszuprobieren.
Bei den routinemäßigen Untersuchungen des Schulzahnarztes stellte sich heraus, dass in unserem Schuleinzugsbereich ein recht schlechtes Zahnprofil vorlag. Das Thema "Zahnpflege" im Sachunterricht zu
behandeln, reichte uns deshalb nicht mehr aus. Noch praxisnaher sollte das Gesundheitsbewusstsein der Kinder geschult werden. So entschloss sich unsere Schule am angebotenen "Elmex-Projekt"
teilzunehmen. Mittlerweile putzt etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler einmal wöchentlich mit dem fluoridhaltigen Zahngel (natürlich nur mit Einverständniserklärung der Eltern). Nach Auskunft
des Schulzahnarztes sind bereits deutliche Verbesserungen der Zahnhygiene zu erkennen.
Zur Zahnprophylaxe gehört natürlich auch gesundes Essen. An unserer Schule legen wir viel Wert auf ein gemeinsames Frühstück im Klassenverband. Mit Ruhe und Gemütlichkeit essen die Schülerinnen und
Schüler ihre Pausenbrote und nehmen ihre mitgebrachten Getränke zu sich. Das Thema "gesundes Frühstück" kommt dabei immer wieder zur Sprache. Die Frühstückspause bietet darüber hinaus die
Möglichkeit, sich gemeinsam über anstehende Fragen und Probleme auszutauschen, Organisatorisches zu klären oder den Kindern etwas vorzulesen.
Unsere Schülerinnen und Schüler haben verschiedene Möglichkeiten ihre Pause zu verbringen. Zum einen findet einmal am Tag die Gestaltungspause statt, die von einer Mutter betreut wird. In einem
eigens dafür abgetrennten Bereich bzw. eingerichteten Gruppenraum können die Schülerinnen und Schüler verschiedene Angebote, wie z. B. Gesellschaftsspiele spielen, lesen, malen oder sich massieren
lassen, wahrnehmen. Zum anderen bietet das Schulgelände unseren Schülerinnen und Schülern viel Platz zum Spielen und Toben. Neben Tischtennisplatten, Spielschiff, Schaukeln und Pfählen zum
Bockspringen stehen den Kindern viele weitere Spielgeräte zur Verfügung, z. B. Wippe, Schwebebalken, Turnstangen, Klettergerüst, Rutsche. Neben dem gepflasterten Schulhof besteht ein Teil des
Schulgeländes aus natürlichem Boden. Dort ist auch das "grüne Klassenzimmer", das unter schattigen Bäumen eingerichtet wurde. Besonders großen Zuspruch erfährt aber immer wieder und nach wie vor der
Fußballplatz.
An unserer Grundschule wird die plattdeutsche Sprache besonders gepflegt. So wird innerhalb des Kollegiums und auch mit den Eltern gelegentlich plattdeutsch gesprochen. Seit einigen Jahren wird
Plattdeutsch als AG angeboten und von den Schülerinnen und Schülern gerne gewählt. Auch deshalb wurde unsere Schule im Jahre 2000 als eine für dreien für den Modellversuch zur Förderung der
plattdeutschen Sprache ausgewählt. Die Schülerinnen und Schüler nehmen regel-mäßig begeistert am plattdeutschen Lese- und Schultheaterwettbewerb teil. Diese Wettbewerbe wurden auch schon des Öfteren
von unserer Grundschule ausgerich-tet. Die einstudierten Sketche werden aber nicht nur zum Wettbewerb gezeigt, sondern auch auf öffentlichen Veranstaltungen vorgeführt. Einige Lehrkräfte singen,
spielen und sprechen im Unterricht gelegentlich plattdeutsch mit ihren Schülerinnen und Schülern. Zur Adventszeit besuchen die Kinder dann den Klöönsnackkreis Harsefeld und mehrere Altennachmittage
und tragen dort mit großer Begeisterung die erlernten Geschichten, Lieder und Gedichte vor.
An unserer Grundschule wird im Rhythmus von zwei Jahren eine Projektwoche mit den Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Sie standen z. B. unter dem Motto "Kinder brauchen Bücher", "Zirkus", "Ferne
Länder ganz nah" oder "Märchen". Am letzten Tag der Projektwoche steht unsere Schule dann allen Eltern und Interessierten offen. Hier präsentieren die Klassen ihre Arbeiten und jede Schülerin und
jeder Schüler kann sich die Ergebnisse der anderen anschauen und bestaunen. Aber auch im gesamten Schuljahr führen einzelne Klassen individuelle Projekttage durch. Erwähnenswert sind hier der Besuch
der Kunstschule in Harsefeld, der "Milchtag" mit den Landfrauen oder der Erwerb des Fahrradführerscheines am Ende der Grundschulzeit. Nicht nur für Schülerinnen, Schüler und Lehrerkräfte sind diese
Projekte sehr interessant und lehrreich. Auch die Eltern verfolgen diese Arbeit mit großem Interesse und viele unterstützen uns durch ihr Engagement. Große Begeisterung und Motivation sind bei allen
Beteiligten zu spüren und zu sehen.
Zusammenarbeit mit Institutionen
Wir sehen unsere Schule nicht als "einsame Insel". So stellt die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen einen wichtigen Aspekt schulischer Arbeit dar. Dies er- möglicht unseren Schülerinnen
und Schülern Erfahrungen des Lernens "aus erster Hand". Im Folgenden sollen einige Einrichtungen vorgestellt werden, mit denen unsere Grundschule kontinuierlich Kontakt hält.
Für die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten und den Spielkreisen sind die Schulleiterin und im Wechsel je eine Lehrkraft der zukünftigen ersten Klassen Ansprechpartner. Ziel ist der gemeinsame
Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen Erzieherinnen und Lehrkräften. So wird über das Anforderungsprofil, die Zusammensetzung der Klassen und/oder auffällige Kinder gesprochen. Die
Sprachstandsfeststellung ein Jahr vor der Einschulung findet im Kindergarten bzw. in den Spielkreisen statt, um die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung zu testen. Zwischen Oster- und Sommerferien
besuchen die Lehrkräfte der zukünftigen ersten Klassen den Kindergarten und die Spielkreise, aus denen Kinder in ihre Klasse kommen werden. Ebenso besuchen die zukünftigen Erstklässler unsere
Grundschule, um eine erste Eingewöhnung anzubahnen. Im Herbst jeden Jahres wird dann gemeinsam mit den Erzieherinnen Bilanz über den Einstieg gezogen und aktuelle Anliegen werden besprochen. Im
Frühjahr wiederum erfolgt eine Absprache über die Vorbereitungen für die kommende Einschulungsphase.
Wichtig ist uns auch der Kontakt zu den Gemeindebüros in Ahlerstedt und Harsefeld. Diese bieten immer wieder Führungen an und informieren die Schülerinnen und Schüler über politische Tätigkeiten und
Aufgaben in der Gemeinde sowie über Aufgaben innerhalb des Gemeindebüros oder Rathauses. Dadurch werden politische und gesellschaftliche Zusammenhänge in der Region verdeutlicht. Ehrenamtliche
Mitglieder des Fremdenverkehrsvereins Harsefeld bieten Führungen durch Harsefeld an, die des Öfteren durch Klassen unserer Grundschule genutzt werden.
Die Friedrich-Huth-Bücherei bietet allen Klassen unserer Grundschule Führungen, Rallyes sowie Lesenachmittage an.
Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen nutzen gelegentlich die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen des Stader Tageblattes zu schauen und sich bei einer Führung und einem Besuch der
dortigen Redaktion über den Entstehungsweg einer Zeitung zu informieren.
Ein fester Punkt in unserem Schulleben ist der jährliche Einschulungsgottesdienst, der am Tag der Einschulung nach der Feier in der Schule in der Ahlerstedter Kirche stattfindet. Im Zusammenhang mit
dem Thema "Kirche" im Fach Religion besteht immer die Möglichkeit, dass Schulklassen die Ahlerstedter Kirche besuchen. Pastor Riepshoff zeigt sich hierbei gerne bereit, den Schülerinnen und Schülern
die Besonderheiten der Kirche zu zeigen und zu erklären. Neben dem Einschulungsgottes-dienst wird noch ein weiterer Gottesdienst während des Schuljahres gefeiert, z. B. aus Anlass des Erntedankfestes
oder zum Schuljahresende.
Unterstützung erfährt unsere Schule auch durch die ortsansässige Filiale der Kreis-sparkasse. Einmal jährlich nehmen die Schülerinnen und Schüler an einem Preisausschreiben teil. Sehr begehrt sind
auch die monatlich erscheinenden "Hallo"-Zeitschriften, die von der Kreissparkasse bereitgestellt werden. Sie enthalten interessante sachkundige Themen. Besonders erwähnenswert sind darüber hinaus
regelmäßige Sach- und Geldspenden zur Förderung der plattdeutschen Sprache. Dies trägt in besonderem Maße dazu bei, die plattdeutsche Mundart als eine ursprüngliche Sprache unserer Gegend lebendig zu
erhalten.
Im Rahmen des Sachunterrichtes arbeitet unsere Grundschule u. a. mit dem Forstamt Harsefeld zusammen. So ist es möglich, heimische Pflanzen und Tiere des Waldes kennen zu lernen. Dazu bietet das
Forstamt einen Besuch des Naturschutzgebietes "Braken" in Hollenbeck und/oder einen Besuch im "Haus des Waldes" in Bremervörde an. Ortsansässige Jäger sind bereit, einen Waldlehrpfad aufzubauen und
damit sehr unterschiedlich im Wald lebende Vögel und Tiere vor Augen zu führen. Auch ein Besuch im "Hammoor" in Oersdorf kann möglich gemacht werden. Sehr lohnend ist eine Führung durch das
Steinbektal in Rutenbeck oder ein Experimentiervormittag in und an der Aue bei der Walkmühle in Ohrensen. Sowohl das Forstamt als auch der "Verein zur Förderung von Naturerlebnissen e. V." des
Landkreises Stade bieten Kurse an, die besonders der Förderung des Naturschutz-gedankens dienen sollen.
Die Zusammenarbeit mit der Harsefelder Polizei wird über den Kollegen Georg Schnackenberg geregelt. Bei Bedarf ist die Polizei gerne bereit, Präventionsmaß-nahmen gegen Gewalt an unserer Schule
durchzuführen. Ebenso führt sie in regelmäßigen Abständen Fahrradkontrollen durch oder nimmt Fahrradprüfungen ab. Auch ein Besuch der Polizeistation ist nach Absprache möglich.
Für uns als Schule im ländlichen Raum liegt es nahe, außerschulische Lernorte wie den Bauernhof zu besuchen. Viele Landwirte in den Orten unseres Schuleinzugbereiches führen Hofbesichtigungen mit
Schulklassen durch. So ist es möglich, sehr unterschiedliche Betriebe kennen zu lernen: Milchviehbetriebe, Schweinezucht- betriebe, Mischbetriebe, Ackerbaubetriebe, Biohöfe, Höfe alter Art (die für
Kinder meistens besonders interessant sind, da vielfältige Begegnungen mit Tieren des Bauernhofes möglich sind) und Höfe ganz neuer Art (industrialisierte Betriebe mit beispielsweise einer
Biogasanlage). Zudem besteht die Möglichkeit, den Hof in die Schule zu holen:
Landfrauen stellen in kindgerechter Art Produkte des Bauernhofes vor, führen mit den Kindern Versuche durch (z. B. Herstellung von Butter) oder bereiten gesundes "Bauernfrühstück" zu.
Die Klärwerke der Gemeinden Ahlerstedt und Harsefeld und das Wasserwerk Dollern bieten sich ebenfalls als außerschulischer Lernort und zur vertiefenden Auseinander- setzung mit dem
sachunterrichtlichen Thema "Wasser" an. Wir machen gute Erfahrungen mit organisierten und umfassenden Führungen durch die Gelände der Klärwerke und des Wasserwerkes.
Um den regionalen Bezug der Schülerinnen und Schüler zu fördern, nutzen wir jedes Jahr wieder das Angebot der freiwilligen Feuerwehr (FFW) Ahlerstedt, eine Führung durch das Feuerwehr- und Gerätehaus
zu machen. Ein speziell ausgebildeter Schulbeauftragter der FFW übernimmt auch kleine Schulungen zum richtigen Verhalten im Brandfall und führt Löschversuche mit den Schülerinnen und Schülern durch.
Darüber hinaus besteht immer auch die Möglichkeit, die FFW in die Schule zu holen.
Zusammen mit dem MTV Ahlerstedt werden bei Bedarf Sportgeräte gemeinsam angeschafft und genutzt. Zudem leihen sich Verein und unsere Grundschule wechselseitig Geräte aus. Darüber hinaus bieten
Mitglieder des MTV Arbeitsgemeinschaften an. Hin und wieder erfolgt eine gemeinsame Abnahme des deutschen Sportabzeichens. Ebenso findet eine gute Zusammenarbeit mit den Bademeistern statt. So kann
z. B. in der Sommersaison weiter für die Erreichung des Schwimmab-zeichens geübt bzw. noch nicht Geleistetes nachgearbeitet werden. Krankengymnasten kommen regelmäßig in Schulsportstunden, um
körperlich beeinträchtigte Kinder anzuleiten. In Projektwochen besuchen Fachberater der verschiedenen Sportbereiche den Sportunterricht, führen dort etwas vor oder laden zum Mitmachen ein.
Feste und Feiern im Jahresverlauf/Schulleben
Feste und Feiern sind ein wichtiger Bestandteil unseres Schullebens. Sie geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre kreativen Fähigkeiten außerhalb des normalen Unterrichtes zu
entfalten. Vor allen Dingen aber fördern sie den Zusammenhalt zwischen Kindern, Lehrern und Eltern und die Identifikation mit unserer Schule.
Ein wichtiges Ereignis für jedes Kind ist die Einschulung, die an unserer Schule mit einer kleinen Feierstunde in der Aula begangen wird. Die Schülerinnen und Schüler aus den vierten Klassen begrüßen
ihre neuen Mitschülerinnen und Mitschüler mit einem kleinen Rahmenprogramm, das aus Liedern, Spielen oder auch kurzen Theateraufführungen besteht. Gerne bereiten die älteren Schulkinder solche
Vorführungen vor und die Erstklässler sind mit viel Freude und Eifer dabei. Anschließend gehen alle Schulanfänger mit den KlassenlehrerInnen zu einer ersten Unterrichts-stunde in die Klassenräume.
Mitglieder des Schulvereins bewirten in der Zwischenzeit die Eltern und Angehörigen und berichten von ihrer Arbeit. Die Aula bleibt geöffnet, bis die letzten sich dann wieder auf den Heimweg oder auf
den Weg zum Einschulungsgottesdienst in der Kirche machen.
In der Adventszeit wird mit Singen, Basteln und Backen weihnachtliche Stimmung in den Klassen verbreitet. Neben gemeinsamen Veranstaltungen wie dem wöchentlichen Adventssingen finden in allen Klassen
Weihnachtsfeiern oder Bastelnachmittage statt, deren Ablauf von jeder Lehrkraft in Absprache mit Eltern und Kindern individuell gestaltet wird.
Rosenmontag bedeutet für unsere Schülerinnen und Schüler: Fasching feiern von der ersten bis zur vierten Stunde. In den Klassenräumen wird getanzt, gelacht, gesungen und gespielt. Kostüme werden
bewundert und am Büfett wird nach Herzenslust geschmaust. Doch auch die Turnschuhe dürfen an diesem Tag nicht fehlen, denn alle Kinder nehmen an der sog. "Faschingsolympiade" in der Turnhalle teil.
Jeweils für zwei Stunden haben die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassen bzw. der dritten und vierten Klassen zusammen ihren Spaß an den vielen verschiedenen lustigen Spiel- und
Geschicklichkeitsstationen. Dabei gilt es nicht für sich allein Punkte zu sammeln, sondern die ganze Klasse versucht gemeinsam, möglichst viele Punkte zu erreichen. Das Gemeinschaftserlebnis dieser
Olympiade zeigt sich sehr deutlich in den Anfeuerungsrufen innerhalb der Klassen. Diese Olympiade findet in Zusammenarbeit mit Eltern statt, die sich jedes Jahr bereit erklären, an den einzelnen
Stationen zu helfen. Am Tag nach Rosenmontag, wenn die Ergebnisse aller Klassen ausgewertet worden sind, findet dann in unserer Aula die Siegerehrung statt. Keine Klasse geht dabei leer aus, alle
bekommen eine Urkunde sowie ein kleines Geschenk. Diese Geschenke werden gesponsert von Ahlerstedter Unternehmen, welche den Kindern damit eine große Freude bereiten.
Jedes Jahr im März und kurz vor den Sommerferien bestreiten die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen die Bundesjugendspiele. Dabei stellen sie ihr Können im Schwimmen sowie in den
leichtathletischen Disziplinen Weitsprung, Werfen und Laufen unter Beweis. Zeitgleich zu den Spielen im Sommer feiern die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassen ein Spielefest auf
dem gesamten Schulhof. An vielen verschiedenen Stationen geht es dabei um Schnelligkeit bzw. Geschicklichkeit. Da der Spaß dabei im Mittelpunkt steht, werden stets lustige Aufgaben an den Stationen
gestellt, z. B. Schrubberslalom, Sockenweitwurf o. Ä.. Der hohe Motivationscharakter der Spiele zeigt sich auch darin, dass die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen, nachdem sie
ihre Disziplinen bei den Bundesjugendspielen absolviert haben, gerne auf den Schulhof kommen, um beim Spielefest mitzumachen. Sowohl beim Spielefest als auch bei den Bundesjugendspielen wird das
Kollegium der Schule von helfenden Eltern unterstützt.
Ein großes Ereignis während der vierjährigen Grundschulzeit ist die Klassenfahrt, die im 3. oder 4. Schuljahr stattfindet. Ganz egal, ob sie drei, vier oder fünf Tage dauert: Es ist eine Erfahrung,
die immer im Gedächtnis haften bleibt. Dabei werden die verschiedensten Orte besucht: Husum, Sylt, Cuxhaven, Bremervörde, Wingst, Lüneburg, St. Peter-Ording und einige mehr. Gelernt wird viel dabei:
Nicht nur Fauna und Flora der jeweiligen Landschaft werden erforscht, sondern auch soziales Verhalten und Teamarbeit werden geübt und gelernt. Vielleicht wird das Heimweh durchgestanden und mehr
Selbstständigkeit dazu gewonnnen. Auch lernen wir uns besser kennen. Wir sehen nicht das Schulkind und die Lehrkraft, sondern den Alltagsmenschen, und das den ganzen Tag lang. Ganz neue Sichtweisen
tun sich auf. Somit sind Klassenfahrten wichtig für eine funktionierende Klassengemeinschaft und ein lebendiges Miteinander.
Mittlerweile ist es an unserer Grundschule Tradition, dass die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen am letzten Schultag vor den Sommerferien im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Aula
würdig verabschiedet werden. Dazu eingeladen werden natürlich auch die Eltern, denn auch für sie ist der Übergang ihres Kindes zu einer der weiterführenden Schulen von großer Bedeutung. Das Programm
gestalten jeweils die Kinder der dritten Klassen, welche extra für diesen Anlass Lieder und Sketche einüben und diese dann aufführen. Im Verlaufe der Feier wird jede Viertklässlerin und jeder
Viertklässler namentlich aufgerufen und bekommt ein kleines Präsent überreicht. Bevor es dann für alle in die Sommerferien geht, beenden die scheidenden Kinder selbst die Feier mit einem Lied.
Traditionell singen sie jedes Jahr "Ferienzeit".
Zusammenarbeit mit Eltern/Beratung
Im Februar und November eines jeden Jahres wird ein Elternsprechtag angeboten. Eine von den Eltern organisierte Cafeteria (mit Kuchenspenden von Eltern) sorgt für das leibliche Wohl. Auch für eine
Kleinkindbetreuung ist gesorgt. Für den allgemei- nen Informationsaustausch findet zweimal im Schuljahr ein Elternabend statt. Darüber hinaus informiert die Schulleitung jährlich die Eltern der
Erstklässler über das Einschulungsverfahren und die Eltern der Viertklässler in Kooperation mit den weiterführenden Schulen über die Schullaufbahnempfehlung. Neben diesen offiziellen Terminen sind
die Eltern immer wieder gerne bereit, im schulischen Alltag zu helfen, sei es zur Pausengestaltung, bei Projektwochen, als Föhn-Eltern, Lesemütter o. Ä. Arbeitsgemeinschaften werden zum Teil von
Eltern übernommen. Auch die Ausgestaltung der Homepage liegt in den Händen der Elternschaft. Durch verschiedene Aktivitäten kümmert sich der Schulverein "Steig ein - mach mit e. V." regelmäßig darum,
Gelder für Anschaffungen zusammenzutragen. Vorträge, z. B. über Kinesiologie oder AD(H)S werden auf Initiative des Schulvereins regelmäßig angeboten. Jeweils vor Schuljahresbeginn wird auch ein
Zusammentreffen mit zukünftigen Erstklässlern und ihren KlassenlehrerInnen organisiert.
Öffentlichkeitsarbeit
Unsere Grundschule ist offen. D. h. einerseits nehmen unsere Mitglieder stellvertretend für die gesamte Grundschule an öffentlichen Veranstaltungen teil, andererseits sind wir auch bemüht, uns in den
verschiedenen Medien zu präsen-tieren. So kann die Öffentlichkeit - nicht nur die Ahlerstedter - am Schulleben teilhaben.
Engagierter und ebenso kompetenter "Vaterarbeit" hat es unsere Grundschule zu verdanken, dass sie seit dem Jahr 2001 permanent mit einer eigenen Homepage unter www.grundschule-ahlerstedt.de im
Internet vertreten ist. Neben grundsätz-lichen Informationen zum Aufbau der Schule und ihrer Arbeit wird die Seite immer wieder ergänzt durch aktuelle Beiträge von Veranstaltungen einzelner Klassen,
des Schulvereins oder Elternrates oder auch durch Berichte gemeinsamer Schulveran- staltungen. Dem Webmaster (zurzeit Nils Möller) stehen jeweils ein Mitglied des Elternrates und die Lehrerschaft als
Ansprechpartner zur Verfügung.
Zu bestimmten Anlässen, z. B. Schulfest, Projektwoche, Schulvereinssitzungen u. a., präsentiert sich unsere Grundschule mit Presseartikeln in den regionalen Zeitungen. Die positive Wahrnehmung
unserer Schule und ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit ist wichtig, da sie ihre Stellung in der Region stärkt. Regelmäßige Kontakte zur regiona-len Presse ermöglichen es unserer Schule, ein breites
Publikum über aktuelle Geschehnisse und Vorhaben zu informieren.
Unsre Grundschule beteiligt sich aktiv am öffentlichen Leben der Gemeinde Ahlerstedt. Zum einen nehmen wir die Angebote der Institutionen, Vereine und Privatpersonen als außerschulische Lernorte
wahr, zum anderen beteiligen wir uns an Wettbewerben und gestalten Feierlichkeiten der Gemeinde zu bestimmten Anlässen mit, wie etwa der 900-Jahrfeier der Gemeinde Ahlerstedt. Auch überregional
nehmen einzelne Klassen an Ausschreibungen und Wettbewerben verschiedener Einrichtungen teil.
3. Ziele
Für die nächsten fünf Jahre hat sich unsere Grundschule folgende besondere Ziele gesetzt:
Bis zum Jahre 2010 soll jeder Klassenraum unserer Grundschule mit mindestens drei Computern ausgestattet werden. Durch den Einsatz einer PC-Lernwerkstatt sollen alle Schülerinnen und Schüler
Grundkenntnisse erwerben, die für den Umgang mit dem PC wichtig sind. Das Erreichen der Lernziele mündet in einen sog. "Computerführerschein", den jedes Kind, das unsere Grundschule verlässt,
erwerben soll.
Ein weiteres Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen zu intensivieren. Ab dem Schuljahr 2007/08 sollen in der ersten Klasse mindestens eine Einrichtung in der Samtgemeinde
und in der zweiten bis vierten Klasse mindestens zwei Betriebe und Einrichtungen pro Schuljahr besucht werden.
Unser drittes Ziel ist die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit. Beginnend mit dem Schuljahr 2007/08 soll jede erste und zweite Klasse mindestens einmal jährlich über ein besonderes Ereignis auf
unserer Homepage berichten, jede dritte und vierte Klasse zweimal. Darüber hinaus soll ein Zeitungsbericht über ein bedeutsames Schulereignis den Bekanntheitsgrad unserer Grundschule steigern. Ein
Schaukasten soll mindestens dreimal pro Schuljahr mit aktuellen Berichten bestückt werden.
4. Arbeitsvorhaben
Diese Ziele sollen mit folgenden Arbeitsvorhaben erreicht werden.
Arbeit mit Neuen Medien
Computer und Internet erhalten in der kindlichen Lebenswelt eine zunehmende Bedeutung. Eine Befragung unter Schülerinnen und Schülern unserer Grundschule und deren Eltern hat ergeben, dass in der
überwiegenden Zahl der Haushalte ein PC vorhanden ist und dieser auch über einen Internetzugang verfügt. Die Schülerinnen und Schüler nutzen diesen durchaus allein und arbeiten daran mit
Lernprogrammen, spielen und schreiben aber auch damit und surfen im Internet. Andererseits gibt es aber auch Kinder, die keinen Zugang zu einem PC haben. Somit sind die Vorerfah- rungen sehr
unterschiedlich. Ziel von Grundschularbeit soll aber generell sein, Grundlagenkenntnisse im Umgang mit dem Computer und Internet möglichst früh und systematisch für alle Schülerinnen und Schüler
aufzubauen, um so eventuelle Benachteiligungen auszugleichen. Chatten und Mailen ist für alle kein Thema. Weiterhin zeigte sich, dass die Eltern und Kinder einen verstärkten Umgang mit dem PC im
Unterricht wünschen.
Um sowohl einen sachgemäßen Umgang als auch eine sinnvolle Nutzung des Com- puters zu erlernen, ist an unserer Grundschule fortan ein "gestufter" Computerlehrgang vorgesehen. Verteilt auf die
einzelnen Klassenstufen sieht dieser wie folgt aus:
Klasse 1:
Kennen lernen der Teile des Computers (Monitor, Rechner, Maus, Tastatur)
Ein- und Ausschalten und Einlegen und Herausnehmen von CD-Roms
Aufrufen und Bedienen von ausgewählten Lernprogrammen
Schreiben eines Satzes mit einem Textverarbeitungsprogramm
Klasse 2:
Festigen und Vertiefen vorhandener Kenntnisse
Erstellen und Formatieren einfacher Texte
Klasse 3:
Vertiefen der Textverarbeitung
Abspeichern und Ausdrucken von Texten
Aufrufen einer bestimmten Internetseite (www.grundschule-ahlerstedt.de)
Klasse 4:
Arbeiten mit einem Rechtschreibprogramm
Arbeiten mit einer Suchmaschine für Kinder
Beschäftigen mit Gefahren im Internet
Parallel hierzu soll in allen Klassen verstärkt mit den zum eingeführten Schulbuch passenden Lernprogrammen gearbeitet werden. Das Erreichen der einzelnen Lern- ziele wird sowohl auf praktische als
auch auf theoretische Weise überprüft und mündet in einen "Computerführerschein", der am Ende der Grundschulzeit von allen Schülerinnen und Schülern erworben wird.
Die Arbeit am Computer beginnt verpflichtend mit dem ersten Schuljahr und wird in Kleingruppen in den laut Stundenplan stattfindenden Förderunterricht integriert. Dabei werden in den ersten und
zweiten Klassen eine, in den dritten und vierten Klassen zwei Förderstunden genutzt.
Um den oben genannten Ansprüchen gerecht werden zu können, ist es unser Ziel, jeden Klassenraum unserer Grundschule mit drei PCs, die einen Internetanschluss haben, auszustatten. Dies soll bis zum
Jahre 2010 geschehen sein. Verantwortlich für die Umsetzung ist eine gebildete Arbeitsgruppe unter der Leitung der Rektorin Monika Hanschen
2012 soll eine erneute Umfrage unter Schülerinnen und Schülern und deren Eltern zeigen, ob die medienerzieherischen Zielvorgaben erreicht worden sind. Des weiteren besteht dann die Möglichkeit, die
Ziele den veränderten Bedürfnissen anzu- passen.
Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen
Unser Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren außerschulische Institutionen stärker in den Schulalltag einzubeziehen. Die ländliche Umgebung mit Agrarbetrieben und einer Vielzahl von kleinen und
mittelständischen Unternehmen prägen das Gesamtbild, in das sich unsere Schule schon jetzt einfügt und in Zukunft noch stärker integrieren soll. Hierzu werden wir im Rahmen von Unterrichtseinheiten -
insbesondere in den Fächern Deutsch und Sachunterricht - den Alltag und die Arbeitsweise in Gewerbe-, Handwerks- und Handelsbetrieben vor Ort erarbeiten oder Vertreter aus diesen Betrieben für
Vorträge zu uns in den Unterricht einladen (siehe Liste im Anhang). In Zusammenarbeit mit kommunalen Behörden (Gemeindebüro Ahlerstedt und Rathaus Harsefeld) soll das Verständnis für kommunale
Strukturen geweckt und gefördert werden (Was macht der Bürgermeister? Wie ist eine Bücherei aufgebaut? Was geschieht im Standesamt und Einwohnermeldeamt? Wie funktionieren Wahlen?…). Die intensive
Beschäftigung mit Hilfsorganisationen (z. B. freiwillige Feuerwehr Ahlerstedt) stärkt das Bewusstsein für soziales Engagement und verdeutlicht die Bedeutsamkeit eines sozialen Netzwerks in allen
Lebensbereichen. Das Einbeziehen von Altersheimen in den Alltag der Kinder (Besuche zu Weihnachten …) soll helfen, dem Generationenkonflikt entgegen zu wirken. Insge-samt wird auf diese Weise die
Schule als Bestandteil eines gesamtgesellschaftlichen Gefüges betont. Weiterhin soll das Wiederaufleben des plattdeutschen Dialekts durch Einbeziehen von plattdeutsch sprechenden Personen und durch
das Veranstalten von Lesewettbewerben im Unterricht gefördert werden. Der Erfolg im Hinblick von Informationszuwachs bei den Schülerinnen und Schülern zeigt sich unmittelbar an gesteigertem Interesse
an der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Umwelt und an einem Zuwachs von sozialem Bewusstsein, Verhalten und Engagement.
Unsere Schule hat auch in der Vergangenheit bereits außerschulische Institutionen in den Unterricht integriert. Dies ist bei den Schülerinnen und Schülern grundsätzlich auf große Akzeptanz und
Begeisterung gestoßen. Erfolge im Verständnis sozialer und gesellschaftlicher Strukturen sind bereits erkennbar (z. B. kompetenter Umgang mit Feuer, Wunsch in die FF einzutreten, Kenntnisse über
Anbau und Ernte von Kartoffeln). Die Intensivierung der Einbeziehung außerschulischer Institutionen in den Unterricht wird diesen Prozess weiter fördern.
Organisatorische, logistische oder finanzielle Schwierigkeiten bestehen bei der Umsetzung nicht, da die Bereitschaft mit der Schule zusammenzuarbeiten und am Unterricht mitzuwirken, in den örtlichen
Betrieben, Behörden und Hilfsorganisationen sehr ausgeprägt ist und auch Eltern sich gerne für Fahrdienste zur Verfügung stellen.
Wir haben in einer Umfrage in der Gemeinde Ahlerstedt eine Anzahl an Gewerbe-, Handwerksbetrieben und anderen Einrichtungen ermittelt, die ab dem Schuljahr 2007/08 mit unser Grundschule
zusammenarbeiten und den Schülerinnen und Schülern von Klasse 1 bis 4 die Arbeit in den jeweiligen Einrichtungen näher bringen wollen. Wichtig ist uns dabei, dass die Kinder auch praktisch arbeiten
können, damit das Lernen effektiv ist ("Lernen mit der Hand"). So ist eine Liste zustande gekommen (siehe Anhang), auf die jede Kollegin und jeder Kollege bei der Planung einer Unterrichtseinheit
zurückgreifen kann. Ab sofort sollen im 1. Schuljahr mindestens eine Einrichtung und in den darauf folgenden Schuljahre mindestens zwei Betriebe und Einrichtungen pro Jahr besucht werden.
Verantwortlich für die Umsetzung ist eine gebildete Arbeitsgruppe unter der Leitung der Kollegin Maren Holfeld.
Öffentlichkeitsarbeit
Jede Schule betreibt Öffentlichkeitsarbeit, ob sie will oder nicht. Eines der Hauptziele, die mit Öffentlichkeitsarbeit im Schulwesen verfolgt werden, ist der Ausbau des Bekanntheitsgrades der
jeweiligen Schule. Öffentlichkeitsarbeit schafft Sympathie, Zutrauen und Vertrauen. Wenn Schulen ehrlich über sich selbst berichten und sich sowohl zu den Stärken als auch zu den Schwächen ihrer
Arbeit bekennen, bekommen sie ein freundlicheres Gesicht. Und ein freundliches Gesicht möchte auch unsere Grundschule zeigen.
Zum Personenkreis unserer innerschulischen Kommunikation gehören Schulleitung, Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiterinnen, Sekretärin, Hausmeister und schultechnischer Assistent. Zum Austausch des
Kommunikationsflusses innerhalb dieser Gruppe findet derzeit einmal pro Woche eine 30-minütige Dienstversammlung statt. Am "Schwarzen Brett" können wichtige aktuelle Informationen ausgehängt bzw.
diesem entnommen werden. Der Schulassistent, der mit 13 Stunden für unsere Grundschule zuständig ist, hat seinen Raum im benachbarten Schulzentrum. Ein Austausch findet ebenso wie mit dem für beide
Schulen zuständigen Hausmeister nach Bedarf statt. Unsere Schulsekretärin arbeitet 10 Stunden wöchentlich und ist dann in unserem Verwaltungstrakt für jedermann zu sprechen.
Interne Öffentlichkeitsarbeit findet somit auch an unserer Grundschule statt. Ob jedoch alle oben genannten Personen ausreichend informiert sind bzw. Infor-mationen gut und schnell weitergeben
können, soll regelmäßig überprüft werden. Ab sofort soll zweimal jährlich eine interne Befragung aller beteiligten Personen stattfinden. Hierbei sollen sowohl der Ist-Zustand festgestellt, als auch
Verbesserungsvorschläge entgegengenommen werden. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der Konrektorin Juliane Wilke wird den entsprechenden Fragebogen entwickeln. Ebenso ist diese Arbeitsgruppe dafür
verantwortlich, bis zum Sommer 2008 eine erste Befragung und Auswertung durchzuführen und gegebenenfalls Veränderungen umzusetzen. Danach übernimmt diese Aufgabe eine noch zu benennende Person aus
dem Kollegium.
Zum Personenkreis der externen Kommunikationsgruppe gehören die oben genannten Personen, Schülerinnen und Schüler, Eltern, die Erzieherinnen des Kindergartens bzw. der Spielkreise, die Samtgemeinde
Harsefeld als Schulträger und die Bevölkerung der Gemeinde Ahlerstedt.
Derzeit informiert unsere Schule durch Elternbriefe und Schaukästen innerhalb des Gebäudes. Den Kontakt zum Kindergarten und zu den umliegenden Spielkreisen hält eine Arbeitsgruppe unter der Leitung
der Schulleiterin. So werden regelmäßig zukünftige Erstklässler zum Schnupperunterricht und diese und ihre Eltern zu einem Schnuppernachmittag in unsere Grundschule eingeladen. Im Gegenzug besuchen
deren zukünftige Klassenlehrkräfte die genannten Einrichtungen. Um eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen, ist eine Homepage unter www.grundschule-ahlerstedt.de eingerichtet, die fortwährend um
Berichte über das aktuelle Schulleben ergänzt wird. Besondere Anlässe werden zusätzlich an die regionale Presse weitergegeben.
Somit findet auch externe Öffentlichkeitsarbeit an unserer Grundschule statt. Ob jedoch alle oben angegebenen Personen ausreichend informiert sind bzw. Informationen weitergeben können, soll
regelmäßig überprüfbar sein. Eltern, Kindergarten bzw. Spielkreise und der Schulträger sollen zukünftig einmal jährlich durch einen Öffentlichkeitsbeauftragten mittels eines Fragebogens die
Möglichkeit haben, sich zur externen Öffentlichkeitsarbeit zu äußern. Vor den Sommerferien findet mit Hilfe der jeweiligen Viertklässler eine stichprobenartige Umfrage unter der Bevölkerung der
Gemeinde Ahlerstedt statt. Die Fragebögen beider Zielgruppen werden erneut durch die Arbeitsgruppe entwickelt. Auch unterstützt diese Gruppe die erstmaligen Umfragen inklusive Auswertung vor den
Sommerferien 2008. Danach übernimmt diese Aufgabe die/der Öffentlichkeitsbeauftragte. Weitere Aufgaben-gebiete der/des Öffentlichkeitsbeauftragten sind ab Sommer 2008 die indirekte Pflege der
Homepage sowie die regionale Pressearbeit. Sie/Er ist dafür verantwortlich, dass spätestens zwei Wochen nach einem besonderen Ereignis die Öffentlichkeit informiert wird. Zu Beginn eines jeden
Schuljahres gibt die Schulleitung hierzu eine Terminübersicht heraus. Die Termine sollten auch in die noch einzurich-tenden Schaukästen außerhalb des Schulgebäudes (z. B. am Eingangsbereich unserer
Schule bzw. auf dem Dorfplatz) veröffentlicht werden. Die regelmäßige aktuelle Bestückung der Kästen obliegt ebenfalls der/dem Öffentlichkeitsbeauftragten.
Ahlerstedt, 17. Juli 2007